Oft unterschätzt: Die betriebliche Altersversorgung 

Eine moderne Betriebliche Altersversorgung ist ein sehr gutes strategisches Instrument, um einerseits die Motive der Mitarbeiter und andererseits die Unternehmensziele zu erfüllen. Es gilt, die in ihr liegenden Chancen zu nutzen, gleichzeitig aber etwaige Risiken zu vermeiden.

Das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber

Aus Sicht des Unternehmens ist es besonders wichtig, als attraktiver Arbeitgeber für die Mitarbeiter zu gelten. Dies ist bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter aber auch bei der Mitarbeiterbindung ein entscheidender Faktor. Hierfür sind klare Unternehmensziele und Leitlinien notwendig.

In Konkurrenz mit anderen Arbeitgebern müssen die Arbeitsbedingungen leistungs-, bedarfs- und marktgerecht sein. Es ist erwiesen, dass generell eine gute Kombination von materiellen und immateriellen Anreizsystemen notwendig ist, um die vielfältigen Motive der Mitarbeiter zu erfüllen. Als ein maßgebliches Instrument der Vergütungspolitik ist die Betriebliche Altersversorgung dabei sehr sinnvoll. Materielle Anreize spielen im Personalgewinnungsprozess eine wichtige Rolle; sie werden im Arbeitsvertrag dokumentiert und können konkret mit Konkurrenzunternehmen verglichen werden. Entscheidend ist, dass Vergütungsinstrumente (inkl. der Betrieblichen Altersversorgung) transparent, flexibel, einfach und wirtschaftlich sind. Diese Anforderungen sind auch von Systemen der Betrieblichen Altersversorgung zu erfüllen. Nur dann stoßen sie auf die volle Akzeptanz und Wertschätzung der Mitarbeiter.

Die drei Säulen der Altersversorgung

Die drei Saeulen der Altersversorgung

Legende

GRV: Gesetzliche Rentenversicherung
BAV: Betriebliche Altersversorgung
PV: Private Vorsorge

 heute

  • Die Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung nimmt ab
  • Zusätzliche Vorosorgemaßnahmen bekommen ein stärkeres Gewicht
  • Mitarbeiter haben Anspruch auf Entgeltumwandlung (BAV)

Es ist hinlänglich bekannt, dass die Gesetzliche Rentenversicherung nicht ausreichen wird, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu sichern. Ergänzende Vorsorge ist unverzichtbar.

Das Versorgungsniveau der deutschen Rentner aus der Gesetzlichen Rentenversicherung wird häufig anhand des sogenannten „Standardrentners" dargestellt. Standardrentner ist der Versicherte, der 45 Jahre Beitragszeiten aufweist und während seiner gesamten Erwerbsbiografie immer das Durchschnittseinkommen (2011: vorläufig 30.268 EURO) aller Versicherten in der Gesetzlichen Rentenversicherung verdient. Dieser „Standardrentner" hätte im Alter nach 45 Beitragsjahren eine Bruttorente von derzeit ca. 47 % (2011 wären dies 14.226 EURO jährlich oder 1.185 EURO monatlich) aus der Gesetzlichen Rentenversicherung zu erwarten. In Folge der Rentenreformen wird dieses Rentenniveau bis 2030 sukzessive auf weniger als 41 % sinken. Diese Darstellung gilt allgemein allerdings als unzureichende Betrachtung, da viele Erwerbstätige nicht die unterstellten 45 Jahre Beitragszeiten haben und auch nicht in jedem einzelnen Jahr das jeweils gültige Durchschnittseinkommen aller Versicherten verdienen.

Ausgehend von einem angestrebten Versorgungsniveau im Alter von insgesamt 70 % der letzten Bruttobezüge ergibt sich in jedem Einzelfall eine Deckungslücke von mindestens 20-30 % und teilweise deutlich mehr. Zu beachten ist, dass für Gehaltsteile oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze (2011: 66.000 EURO jährlich oder 5.500 EURO monatlich) keine Rente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt wird, da hierfür auch keine Beiträge in der Gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet werden. Hier ergibt sich also eine noch größere Versorgungslücke.

Zielerfüllung nur bei optimaler Gestaltung der Betrieblichen Altersversorgung

Die Betriebliche Altersversorgung kann einen sehr guten Beitrag im Rahmen einer ganzheitlichen Personalpolitik leisten. Es ist erwiesen, dass generell eine gute Kombination von materiellen und immateriellen Anreizsystemen notwendig ist, um die vielfältigen Motive der Mitarbeiter zu erfüllen. Als ein maßgebliches Instrument der Vergütungspolitik spielt die Betriebliche Altersversorgung dabei eine herausragende Rolle. Materielle Anreize spielen im Personalgewinnungsprozess eine wichtige Rolle; sie werden im Arbeitsvertrag dokumentiert und können konkret mit Konkurrenzunternehmen verglichen werden. Entscheidend ist, dass Vergütungsinstrumente (inkl. der Betrieblichen Altersversorgung) transparent, flexibel, einfach und wirtschaftlich sind. Diese Anforderungen sind auch von Systemen der Betrieblichen Altersversorgung zu erfüllen.

Damit die Betriebliche Altersversorgung die ihr zugedachte Wertschätzung der Mitarbeiter aber tatsächlich auch erhält ist eine optimale – auf die Belange der Mitarbeiter ausgerichtete – Gestaltung notwendig. Viele bestehende Systeme erfüllen diese Anforderungen heute noch nicht. Hier ist eine Modernisierung des vorhandenen Versorgungswerkes angebracht.

Neben der Erfüllung der Ziele aus Sicht der Mitarbeiter sind selbstverständlich - nicht zoletzt - auch die Unternehmensziele im Zusammenhang mit der Betrieblichen Altersversorgung sicher zu stellen. Von Bedeutung hierbei sind die personalpolitischen aber auch die finanzpolitischen Ziele. Es gilt, einen guten Kompromiss zu finden zwischen personalpolitischer Notwendigkeit auf der einen Seite und Finanzierbarkeit der Verpflichtungen auf der anderen. Dies ist nicht immer einfach und bei vielen vorhandenen Versorgungswerken liegt geradezu ein „Mismatching" vor. Auch hier gilt: Durch eine Modernisierung des Versorgungswerkes lässt sich der Nutzen der Betrieblichen Altersversorgung häufig deutlich steigern.

Zusammenfassend ergeben sich folgende maßgeblichen Motive für die Einrichtung einer Betrieblichen Altersversorgung:

  • Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber
  • Fach- und Führungskräfte gewinnen
  • Mitarbeiterbindung / Fluktuation senken
  • Betriebliche Altersversorgung als Teil der Gesamtvergütung
  • Soziale Absicherung der Mitarbeiter (Fürsorge)
  • Gesetzliche Rentenversicherung bietet nur Grundversorgung
  • Anspruch der Mitarbeiter auf Entgeltumwandlung
Ablauf

In vier Schritten zur flexiblen und individuellen bAV-Lösung für Ihr Unternehmen.

1 Bestandsaufnahme

Wie sind Sie aufgestellt? Denn eine gute betriebliche Altersversorgung ist individuell auf Sie und Ihre Bedürfnisse angepasst.

2 Analyse

Eine umfassende Analyse garantiert Ihnen die bestmögliche Lösung, um Ihre Unternehmensziele zu erreichen.

3 Lösung

Wir konzipieren für Sie eine Lösung, die nicht nur gut klingt, sondern auch funktioniert – statistisch mit Zahlen belegt und bewiesen.

4 Implementierung

Ob Umstrukturierung des Versorgungswerkes oder Finanzierung: Wir begleiten Sie beim gesamten Prozess und stehen Ihnen zur Seite.

 

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